Alltag in Bildern

#IBBISPhotoVoice - Begegnungen durch Fotografie

          

Was ist unser Alltag? Über drei Monate machten sich junge Menschen, mit und ohne Fluchthintergrund über diese Frage Gedanken und haben ihre Antworten mit der Kamera eingefangen. IBBIS e.V. hat hierfür im Raum Fläming, genauer im Landkreis Potsdam-Mittelmark unter interessierten Bad Belziger_innen und Geflüchteten knapp 70 Einmalkameras verteilt. Unter der Fragestellung, was genau den eigenen Alltag eigentlich ausmacht und bestimmt, machten sich etwa 40 Teilnehmende auf den Weg. Natürlich haben auch wir von IBBIS e.V. mitgemacht! Anschließend wurden die entstandenen Fotos in der Gruppe bei mehreren Treffen vorgestellt, die besten herausgesucht und für eine Ausstellung zusammengestellt.

 

Das Bild als kommunikative Brücke: Wer flieht hat kaum Zeit sich auf die neue Heimat vorzubereiten. Eines der grundlegendsten Mittel zur Kommunikation ist die Sprache - Sprachkenntnisse müssen jedoch erst mühsam erlernt werden und häufig kann man damit auch nicht alles ausdrücken. Es fällt immer schwer mit dem Anderen, Fremden unmittelbar in Kontakt zu treten. Dies trifft auch auf Deutsche zu. Bei dem Photo Voice-Projekt „Begegnungen durch Fotografie“ konnten sich Geflüchtete und Einheimische ganz ohne Worte visuell und künstlerisch ausdrücken. Fotografieren ist in der Gruppe oder alleine möglich ist, neben Arbeit, Schule und Beruf leicht durchführbar, da es nicht sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und man nicht über spezielles technisches Wissen verfügen muss. Das bedeutet wirklich jede_r hatte die Möglichkeit mitzumachen!

Ziel unseres Projekts war es zum einen Deutsche und Geflüchtete aus der Region miteinander in Kontakt zu bringen, Gespräche und Diskussionen anzuregen und Brücken zwischen den zwei Welten der Belziger_innen und Neu-Belziger_innen zu schlagen. Zum anderen wollen wir zeigen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede unsere Alltage bergen. Herausgekommen sind beeindruckende und persönliche Momentaufnahmen.

Der Reiz des nicht gleich anschaubaren Fotos, nicht zu wissen, was genau darauf ist, erhält die Unmittelbarkeit der Bilder, die in ihrer künstlerischen und visuellen Ausstrahlung schlussendlich ganz für sich stehen. Warum ein Bild gewählt wurde und was es ausdrückt für den oder die Fotograf_in, das wird erst durch das Anklicken des Bildes eröffnet: Die entsprechenden Zitate, der persönliche Kontext sind als Bildbeschreibungen beigefügt.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und dem Integrationsbüro des Landkreises Potsdam-Mittelmark für das Gelingen des Projekts! Da die Fotograf_innen anonym bleiben möchten verzichten wir auf Nennung von Namen.

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